Fistel beim Hund

Fisteln treten bei Hunden vor allem in der Afterregion auf, deswegen spricht man hier auch von Analfisteln, Perianalfisteln oder Analfurunkulose. Früher trat dieses Problem vor allem bei Schäferhunden auf, heute sind auch viele andere Rassen betroffen.

Definition und Ursachen für Fisteln beim Hund

Bei einer Fistel handelt es sich um eine meist röhrenartige Verbindung zwischen zwei Organen oder einem Organ und der Körperoberfläche, also meist der Haut. Dabei unterscheidet man nach dem Verlauf zwei verschiedene Arten, also innere (fachsprachlich heißt das gastro-kolisch) und äußere (entero-kutan) Fisteln. Die Analfisteln zählen zu letzteren.

Bis heute ist die Ursache leider noch ungeklärt. Wie viele andere immunologische Probleme und Krankheiten scheinen Fisteln immer häufiger aufzutreten. Man vermutet als mögliche Ursachen Überreaktionen des Immunsystems, Entzündungen oder eine zu hohe Belastung der Haut mit Bakterien.

Die Erkrankung ist leider nur schwer behandelbar und manchmal wird sie auch chronisch. Die Folgen können Vernarbungen am After, Probleme beim Kotabsatz oder Inkontinenz sein.

Symptome – woran erkenne ich eine Analfistel beim Hund?

Betroffene Hunde lecken sich sehr häufig an der Afterregion, teilweise beknabbern oder beißen sie diese Stelle sogar. Der After ist meist stark gerötet und oft auch wund. Viele Hunde zeigen auch Probleme, wenn sie ihr „Geschäft erledigen“.

Wenn man diese Symptome bei seinem Labrador entdeckt, sollte man sie also nicht als unwichtig abtun. Besser ist es, den Tierarzt aufzusuchen!

Wie kann eine Analfistel behandelt werden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Therapie, die jedoch leider nicht immer gleich gut funktionieren. Bewährt hat sich vor allem die Gabe von Medikamenten. Falls eine Entzündung oder Bakterien die Ursache sind, muss der Tierarzt beispielsweise Antibiotika einsetzen. In manchen Fällen wird der Hund auch operiert. Dabei schneidet der Tierarzt die Fistel heraus. Dies hat jedoch auch Risiken, beispielsweise eine Inkontinenz. Daher probiert man meist erst eine medikamentöse Therapie aus und operiert nur in schweren Fällen – und dann auch so schonend wie möglich.

Muss eine Operation erfolgen, ist diese in der Regel durch eine gute Hunde-OP Versicherung abgedeckt.

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